Genuss
Genuss in Form des gleichmässigen Höhersteigens
Genuss in Form des Spürens und Angreifens festen rauhen Felsens
Genuss in Form der landschaftlich umgebenden Idylle
Genuss, weil wir beide uns aufeinander verlassen können, auch am laufenden Seil.
Die Rundtour über den Südgrat des Trotzigplanggstockes mit Traverse zum Wichelplanggstock und Abstieg/Abseilen über die Südwestflanke erfüllte die Genusskriterien in vollem Umfang. Zwar wimmelt es anfangs an Südgrataspiranten, die Tour eignet sich bestens als Ausbildungstour und Einsteigertour, da mit Bohrhaken ausreichend bestückt, doch ab dem Gipfel des Trotzigplanggstockes kehrt augenblicklich Stille ein. Der Weiterweg über die Türme zum Wichelplanggstock ist nicht minder schön oder schlechter abgesichert, doch anscheinend trennt sich hier die Spreu vom Weizen.
Wir erturnen jeden Turm, seilen zweimal ab, die anderen Aufschwünge lassen sich griffreich abklettern. Der Föhn pfeift uns um die Ohren, doch noch bleibt die Föhnwalze ruhend am Sustenhorn hängen, aber für eine ausgiebige Gipfelrast ist uns das Wetter nicht wohlgesonnen, die Quellwolken ermahnen zum stetigen Arbeiten. Doch bei der Sustlihütte lassen auch wir uns endlich die ersehnte Pause schmecken, der Kuchen ist zwar bereits aus, doch Kaffee und Bier tun's auch und die letzten Sonnenstrahlen vor der Föhnwalze runden den genussreichen Tag vollends ab.
Zwar kein Geheimtipp der Trotzigplanggstockn (ca. 10 Seilschaften unterwegs), doch überholen lässt sichs überall und mit der Extension eine rundum empfehlenswerte Tour.
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